Jetzt: Holunderblütensirup!

Daß hier so langsam der Frühling/ Sommer eintrudelt, wird langsam echt zeit. Letzte Woche zum Sommeranfang waren wir zum Hundespaziergang noch in voller Regenmontur mit Gummistiefeln gehüllt. Neben gutem Wetter hat mir aber auch gefehlt, daß die ganzen Koch- und Einmachprojekte für diese Jahreszeit noch nicht realisierbar waren. Der Rhabarber und die Erdbeeren im Garten lange noch nicht so weit wie sonst, der Holunder meilenweit entfernt vom Blühen.

Aber eine knappe Woche hat gereicht, um die ersten Sträucher so richtig explodieren zu lassen. Am Samstag also etwas früher raus, Tüte und Schere eingepackt und den Hundespaziergang in der Morgensonne mit Holunderblütensammeln verbracht. Offenbar bin ich dieses Jahr eine der ersten, bis ich an meiner Spezial-Holunderstelle angekommen war, hatte ich schon jede Menge Dolden geerntet. Alleine der erste Tag war so erfolgreich, daß ich mangels mehr Zucker gestern nur die Hälfte der Blüten ansetzen konnte. Der Rest folgt also morgen.

Und wieso das Ausrufezeichen da oben? Ganz einfach, das ist ein „Musst Du nachmachen Rezept“!

Holunderblütensirup kann man so vielfältig einsetzen, daß ich trotz der zu erwartenden Großproduktion dieses Jahr wieder befürchte, dass ich am Ende ganz schön haushalten muss und alle, die mit einem kleinen Flöschlein beschenkt werden, es entgegennehmen wie den heiligen Gral. Ganz „banal“ macht man damit z.B. Hugo (dem eigentlich gar nicht so neuen „In Getränk“, was fertig aus der Flasche gegen selbstgemachten einfach düdellangweilig schmeckt), als Erfrischung einen Schuß an heißen Tagen in ein Glas Mineralwasser (mit Eis) und als Geschmacksbombe in Eis, Kuchen oder zum verfeinern von Sahne (über Erdbeeren, ein Traum!).

Rhabarbersirup ist übrigens auch so ein Knaller, die Rhabarberwoche folgt demnächst auf dem Fuß.

Ihr braucht

  • Mindestens 30 reife, blühende Holundebrlütendolden
  • 2 Liter Wasser
  • 4 kg Zucker
  • 50g Zitronensäure
  • 2 Orangen (Bio)
  • 1 Zitrone (Bio)
  • 1 großen Topf (hier mindestens 3,5 besser 4 Liter)
  • ein bischen Geduld

Sirup, die erste

Den Holunder grob durchsehen, damit kein gröberer Schmutz oder noch Tiere dazwischen sind.

Wasser in den Topf geben und aufkochen lassen, den Zucker darin auflösen lassen. Immer gut rühren, das dauert etwas, weil es richtig viel Zucker ist, es wird sich aber alles auflösen. Zitronensäure dazu, die Holunderblüten mit dem Kopf nach unten in das Zuckerwasser geben, die Orangen und Zitronen kurz abwaschen, in Scheiben schneiden und in den Topf geben. Nochmal kurz umrühren, Deckel drauf und am Besten 5 Tage möglichst kühl stellen und durchziehen lassen. Jeden Tag ein mal kurz umrühren.

Dann durch ein feines Sieb mit Baumwolltuch in verschließbare Flaschen füllen und in allen Variationen genießen.

Lasst es Euch schmecken!

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