Dîner en blanc – Dessert: Panna Cotta

IMG_0159Das Dîner ist schon ein paar Woche her und ich bin noch den Höhepunkt schuldig: das Dessert.

Ich muss zugeben, ich bin ein Süßmaul. Desserts sind auch nach jedem noch so guten Essen mein absolutes Highlight und ein schlechter letzter Gang kann alle vorherigen für mich mit einem Schlag zunichte machen. Und für ein richtig gutes Dessert würde ich im Zweifelsfall auch eine Vorspeise oder sogar das Hauptgericht sausen lassen.

Richtig gut ist es dann, wenn es mit voller Hingabe und Liebe zubereitet wird – und: der Koch eine mindestens genauso große Leidenschaft für Nachtisch hat, wie ich. Ich war schon bei hervorragenden Köchinnen eingeladen, habe den ganzen Abend vorzüglichst geschlemmt und das Dessert wurde leider völlig vermasselt. Insgeheim glaube ich ja, dass viele Frauen die Nachspeise wegen der Kalorien scheuen. Oder versuchen, ein gutes Rezept in irgendeiner light-Variante nachzumachen. Vergesst es, es schmeckt nicht.

Wenn ich kulinarisch mal wieder etwas auf die Bremse treten muss, tut es auch ein schöner Obstteller. Aber auf ein richtig gutes Essen (egal, ob deftig-rustikal oder ein Sternemenü) muss unabdingbar ein mit voller Leidenschaft gemachtes Dessert folgen. Ich brauche auch keinen „Schnickschnack“ – für einen selbstgemachten Pudding oder Milchreis kann ich mich genauso begeistern wie für dreierlei Variationen vom Sahne-Zucker-Himmel an einem raffinierten Obstschäumchen.

Mein all-time-favourite ist allerdings Eis. Damit kann man mich exorbitant glücklich machen, da halte ich gerne längere Zeit den Mund und genieße Löffel für Löffel. Völlig egal ob „nur“ Vanilleeis (und auch das muss man erstmal können) oder eine aufwändigere Kreation, Eis macht mich glücklich. Die Eismaschine läuft hier Sommer wie Winter und wenn was übrig bleibt, kann man es wunderbar für Notfälle im Gefrierfach bunkern.

Aber genug geschwärmt, Eis konnte ich zum Dîner nicht mitnehmen, also eins meiner anderen Lieblingsdesserts zubereitet: der zweite italienische Klassiker nach Tirami su: Panna cotta. Zu deutsch „gekochte Sahne“. Sagt ja schon alles. Nicht Kalorien ausrechnen, nachmachen. Geht ratzfatz und schmeckt göttlich!

Ihr braucht für 4 Portionen

  • 500g Sahne
  • 1 Vanilleschote
  • 50g Zucker
  • 2 Blatt Gelatine (weiß)

… und so gehts

Gelatine in kaltem Wasser einweichen und beiseite stellen.

Sahne in einen Topf geben, Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und das Mark rauskratzen. Mark und die beiden Schotenhälften mit dem Zucker in die Sahne geben und langsam erhitzen, dann 15 Minuten sanft köcheln lassen. Danach den Topf vom Herd nehmen und die eingeweichten Gelatineblätter ohne auszudrücken in die Sahne geben und rühren, bis sich die Gelatine vollständig aufgelöst hat.

Vanilleschoten entfernen und die Sahne in 4 kleine, vorher kalt ausgespülte Formen füllen (ich habe Weckgläser benutzt, die kann man prima verschließen und sehen nett aus). In den Kühlschrank stellen und mindestens 3 Stunden fest werden lassen.

Zum Servieren kann man die Panna cotta entweder in dem Gefäß lassen (am Schönsten ist sie im Glas) oder man stürzt sie auf einen Teller.

Dazu passt Karamellsirup und/ oder frisches Obst – ich habe bei dieser Variante Erdbeermark dazu gemacht. Genauso schnell und einfach und zur Panna cotta unschlagbar gut:

Erdbeermark

200g Erdbeeren pürieren und durch ein feines Sieb oder Tuch streichen, um die Kerne zu entfernen. 10g Zucker unterrühren.

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Wie bei allen Dingen, die richtig lecker sind, gilt: Light ist anders und wer richtig, richtig genießen will, darf keine Kalorien zählen. Also: nicht nachdenken, nicht hadern. Nachmachen und schmecken lassen!

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