Eingemachter Knoblauch

Frische geernteter Knoblauch

Knoblauch ist eins der Dinge, ohne die man in der Küche meiner Meinung nach nicht weit kommt. Richtig dosiert bekommen die Gerichte eine ganz besondere Note, weil der Geschmack viel runder wird, als ohne Knoblauch. Der Nachteil bei der Sache ist allerdings, dass man als berufstätiger Mensch vor einem Arbeitstag in der Regel lieber verzichtet- die Kollegen werden es einem meist danken.

Bevor Ihr aber nur am Wochenende mit Knoblauch verfeinert und ihn sonst ganz weglasst, ist jetzt die richtige Zeit, um Knoblauch einzukochen. Das Tolle ist nicht nur, dass Ihr nicht müffelt, sondern auch, dass die Zehen einen ganz wunderbaren Geschmack annehmen, ein leichtes Röstaroma und zudem völlig die fiese Schärfe verlieren, die Ihr bestimmt vom Draufbeißen kennt.

Zu beachten gibt es nicht viel, wichtig ist nur, dass Du wirklich frischen Knoblauch verarbeitest. Der aus dem Supermarktregal ist in der Regel schon ziemlich trocken, dann lieber auf den Markt und wirklich frischen organisieren. Es lohnt sich immer, mit frischen, guten Zutaten zu arbeiten.

Die Angaben zu Zeit und Menge variieren, je nachdem, welche Menge Knoblauch Du verarbeitest.

Du brauchst

  • Knoblauch (je frischer, desto besser)
  • Neutales Öl (für 1kg Knoblauch in etwa 1,5 Liter), z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl
  • Utensilien zum Einkochen

Zuerst die Zehen mit Haut aus der Knolle lösen. Einen Topf in entsprechender Größe mit Wasser füllen und aufkochen. Die Knollen mit einer Siebkelle in das kochende Wasser geben und kurz aufkochen. Bei einer kleinen Menge (so etwa 5 Knollen) reichen 20-30 Sekunden, bei einem Kilo Zehen kannst Du ruhig drei bis fünf Minuten warten.

Jede Menge ZehenDie Zehen in ein Sieb abschütten und etwas abkühlen lassen. Danach kannst Du sie durch leichten Druck aus der Haut „pellen“. Manchmal muss man erst den holzigen Strunk abschneiden, dann kann man einfach an der Spitze der Zehe etwas drücken und sie ploppt raus. Die so geschälten Zehen sammelst Du am Besten in einem extra Behälter.

Den zum Aufkochen benutzten Topf säubern, die Zehen hinein geben und mit dem Öl auffüllen, so dass die Zehen etwa einen Finger breit bedeckt sind. Jetzt auf mittlere Hitze schalten, bis die ersten kleinen Bläschen im Öl zu sehen sind. Dann ein bis zwei Stufen runterschalten, so dass das Öl für 15 Minuten weiter nur ganz leicht vor sich hin blubbert, es soll nicht richtig kochen!

Währenddessen kannst Du den Backofen auf 120°C aufheizen, die Gläser, Deckel und Gummiringe spülen. Gläser und Deckel abtrocknen, und für 10-15 Minuten auf dem Gitterrost auskochen (alle Tipps zum Einkochen findest Du hier im Lexikon). Danach Rost herausnehmen, Gläser abkühlen lassen.

Die Knoblauchzehen durch ein Sieb abgießen. Ich verwende das Öl, in dem der Knoblauch gelegen hat, nicht mehr, weil es schon erhitzt war. Für Knoblauchöl lieber frisches Öl nehmen, rohen Knoblauch einlegen und ein paar Wochen ziehen lassen. Die Einmachgläser jeweils bis zwei Dritteln mit den Zehen füllen und mit frischem Öl aufgießen. Das Öl soll die Zehen gut bedecken, aber nicht bis zur Oberkante des Glases reichen.

In ein geschlossenes Backblech etwa zwei Tassen Wasser geben und auf den Boden im Backofen stellen. Die Gummiringe auf die Deckel machen, auf das Glas legen und mit je einer Klemme links und rechts befestigen. Die Gläser auf dem offenen Rost in die unterste Backschiene schieben und beobachten. Sobald Du hier auch die ersten Luftblasen in den Gläsern aufsteigen siehst, noch 15 Minuten warten.

Danach die Gläser aus dem Ofen holen (Vorsicht, Dampf!) und abkühlen lassen. Danach nicht vergessen, die Klemmen zu lösen. Je nach Menge und Verbraucht hast Du jetzt einen hervorragenden Knoblauchvorrat für die nächsten Wochen und Monate.

Lasst es Euch schmecken!

 

 

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