Brot – erste Versuche

Woran erkennt man eigentlich gutes Brot?

Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich mich über diesen Werbeslogan furchtbar entrüstet habe. Das Problem ist ja nicht neu und nicht nur auf dieses Handwerk begrenzt: Gutes Handwerk stirbt aus.

Wir kaufen möglichst regional Fleisch, Wurst und Brot vor Ort beim Bauern, Metzger und Bäcker. Das ist ein Vorteil, wenn man etwas ländlicher wohnt. Doch das Brot schmeckte mir einfach irgendwann nicht mehr. Und nur für ein Brot mehrere Orte weit fahren und zurück, das ist ein immenser Aufwand, der sich auch für ein richtig, richtig gutes Brot nicht lohnt.

Dass backen nicht gerade zu meinen Lieblingsdisziplinen in der Küche zählte, minderte die Begeisterung kein bischen. Ein Glück hatte sich meine Mutter schon vor einiger Zeit die Bücher von Lutz Geißler zugelegt, den Blog kannte ich schon, brauchte aber etwas Handfestes zum Blättern.

Über 55.000 Käufer können nicht irren, also habe ich mich durch die Theorie gelesen und bis zum ersten „Einsteigerbrot“ vorgearbeitet, welches man mit kleinem Aufwand und ohne großes Backzubehör schon selbst backen kann. Eine gute Küchenmaschine zum Kneten und einen ofenfesten Topf- das reicht erst einmal aus.

Das Buch ist verständlich geschrieben und weist mehrmals darauf hin, dass trotz viel Theorie auch Misserfolge möglich sind. Aber Versuch macht klug und der Wille war ungebrochen.

Um es kurz zu machen: Mein erster Versuch lief ziemlich gut- bis zu dem Moment, an dem ich vergaß, den Topf mit im Ofen aufzuheizen und den wunderbar aufgegangenen Teig in die kalte Schüssel warf. Man konnte den schönen Teig regelrecht zucken sehen und stöhnen hören ob des Temperaturschocks …. dennoch ist ein recht ansehnliches und leckeres Landbrot daraus geworden:

Lanbrot
Landbrot nach Lutz Geißler aus dem Brotbackbuch Nr. 1

Und wie das so ist, wenn ich mich für eine Sache begeisterte- ich brauche Zubehör. Mittlerweile ist eine kleine Grundausstattung an Zubehör und Mehlen vorhanden und ich habe zwei Sauerteige selbst angesetzt, um noch besseres Brot zu backen.

Voller Tatendrang wurden am Wochenende dann umgehend Frühstücksbrötchen gebacken. Bilder davon gibt es keine- ich habe wutentbrannt die rohen Teiglinge in die Tonne geworfen, nachdem mir bewusst wurde, dass ich die Hefe vergessen hatte … Jaja, Versuch macht klug.

Der zweite Versuch am Wochenende darauf klappte da schon besser:

Frühstücksbrötchen
Frühstücksbrötchen

Extrem lecker, innen weich und fluffig, außen schön knusprig. Das Bild ist ganz schnell entstanden, bevor die ersten hungrigen Hände alles abgegriffen haben.

Fazit: Ich habe Spaß gefunden am Brotbacken und werde dran bleiben. Der erste Vorteig mit meinem eigenen Sauerteig ist angesetzt und ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht.

 

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